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Volles Haus beim 63. Pfingstturnier des Reit- und Fahrvereins Oberbachem Felix Koller aus Österreich siegt im Stechen beim „Grossen Preis“

 
 

Obwohl der Wetterbericht für Sonntag im Vorfeld bei den Veranstaltern noch für Angst und Schrecken sorgte, fand das Turnier am Werthovener Weg am Ende vor neuer Rekordkulisse statt. „Nach 2 Jahren Corona-Pause war der Nachholbedarf bei den Zuschauern nach hochklassigem Reitsport offenbar gross“, ist die Einschätzung von Christiane Camp, Vorsitzende des RFO. Mit fast 480 Teilnehmenden und knapp 1.360 Pferden war auch das Interesse bei den Sportlern sehr hoch. Und wie so oft hätte man in einigen Wettbewerben fast eine Männerquote gebraucht, denn auch in diesem Jahr überwog der Anteil der reitenden Damen bei weitem – knapp 100 Reiter trafen auf 380 Reiterinnen.

Einer der Schnellstarter am Samstag war jedoch ein Mann: Max Tiemeyer vom ausrichtenden Verein aus Oberbachem war – vielleicht durch seine extrem kurze Anreise von 200 Metern aus Kürrighoven- gut ausgeschlafen und belegte bei den beiden ersten Springprüfungen am Morgen einen zweiten und einen ersten Platz mit seiner jungen Stute Doha Cantina auf A- bzw. L-Niveau. Diesen Erfolgen konnte er am Abend noch einmal Platz 2 mit Clair du Lune in einem weiteren L-Springen hinzufügen. Doch auch die Konkurrenz aus Niederbachem war stark: Carla Sawalla kam am Nachmittag im A**-Wettbewerb zu einem Doppelsieg mit Diabolo 564 in der 1. Abteilung und mit Ibrahim ter Maaigem in der 2. Abteilung.  Ebenfalls aus dem Umkreis von weniger als 5 km Entfernung der Grube Laura kam der Sieger des M-Springens, das vom Lions Club Bonn-Venusberg gesponsort wurde: Ben Leuwer vom RJC Rodderberg siegte vor Mylen Kruse aus Zeven. 

Die Dressurwettbewerbe waren in diesem Jahr etwas weniger nachgefragt als bei früheren Pfingstturnieren, aber auch in der auf Hochglanz hergerichteten und dekorierten Reithalle wurde spannender Sport auf hohem Niveau geboten. U.a. fand in der S-Dressur die Qualifikation für das Kür-Finale der Klasse S** Intermediare statt. Katharina Brünker von der RSG Mottenkaul gewann mit For Shirley Platinum sowohl die Qualifikation am Samstag als auch das stimmungsvolle Flutlichtfinale, das am Sonntagabend auf dem Viereck auf dem Springplatz ausgetragen wurde. Tara Weber aus Altenkirchen und Björn Steigauf aus Wiesbaden belegten mit knappen Abständen die Plätze 2 und 3 im Finale.

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Die wie immer zahlreichen (geschätzt 180) ehrenamtlichen Helfer des RFV Oberbachem sorgten nicht nur am Abend beim Umbau von Springen auf Dressur und wieder zurück für reibungslosen Ablauf, sondern auch bei den diversen Parcours-Anpassungen, bei der Ablauforganisation, Meldestelle, Wertungsrichterunterstützung und auch der Bewirtung. So wurde u.a. eine halbe Tonne „Pommes“ an den Mann/die Frau gebracht und auch 160 kg Erdbeeren- mit Sekt oder Sahne. Aufmerksamen Beobachtern wird nicht entgangen sein, dass das Helferteam zum Teil schon die neue Vereinskleidung vorführen konnte, die seit kurzem im vereinseigenen online-Shop zu haben ist. So auch Sarah Pinsdorf und ihre Partnerin Katrin Schmale. Die beiden setzten sich als bestes von 12 Paaren bei dem sehr unterhaltsamen Bullenreit-Wettbewerb durch, bei dem die Reiterin so lange Punkte im Parcours sammeln durfte, wie sich die Partnerin auf dem elektronischen Bullen halten konnte. 

Sportlicher Höhepunkt danach und auch Abschluss des Turniers war der „SAMORE Grosse Preis von Oberbachem“ am Montagnachmittag. Das S**-Springen mit Stechen wurde zum 48. Mal durchgeführt und liess einen Hauch von internationalem Sport durch die Grube Laura wehen. 19 Starterinnen und Starter schenkten sich vor voll besetzten Rängen nichts. Vor allem im Stechen, für das sich 7 Herren und 2 Damen mit Nullrunden qualifizierten, wurden zum Teil waghalsig kurze Wege geritten, um Zehntel-Sekunden einzusparen. Am Ende hatte der für den RV Oldenburger Münsterland startende Österreicher Felix Koller mit Captain Carlos einen deutlichen Vorsprung von fast 5 Sekunden auf Timm Korte aus Halver mit Conbalou und Anna-Lisa Schlüter vom RV Beuel-Gut Ettenhausen mit Quhnert K. Mikkel Flam aus Norwegen und Karl Schneider aus Niederbachem landeten auf den Plätzen 4 und 5.

Gegen 18 Uhr war eine über 3 Tage sportlich und organisatorisch hervorragende Veranstaltung beendet; die Ausrichter können allerdings erst durchatmen, wenn auch der Rückbau aller Turnieraufbauten, Stände etc. beendet ist. Sämtliche Ergebnisse der insgesamt 27 Dressur- und Springprüfungen sind auf equiscore.be abrufbar.

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